Reiskäfer

Der Reiskäfer zählt zur Familie der Rüsselkäfer. Es treten
hauptsächlich drei Arten als Vorratsschädling in Erscheinung:
- Kornkäfer (Sitophilus granarius)
- Reiskäfer (Sitophilus oryzae)
- Maiskäfer (Sitophilus zeamais)
Alle drei Arten sind von ähnlichem Aussehen, unterscheiden sich in Größe,
Färbung und Flugvermögen.
Aussehen
Der Reiskäfer ist kleiner als der Kornkäfer (ca. 3 mm lang) und benötigt mehr
Wärme. Er kann an den länglichen Einstichen im Halsschild und an den vier unklar
umgrenzten orangenfarbenen Flecken auf dem Flügeldecken erkannt werden.
Der Reiskäfer ist flugfähig. Die Larven sind, wie auch beim
Kornkäfer, weißlich und engerlingsartig geformt.
Entwicklung
Das Weibchen legt bis zwischen 300 und 550 Eier in Reiskörner.
Die Larven leben geschützt im Innern und die Entwicklung ist bei optimalen
Bedingungen von 27° C, sehr schnell, nach ca. 26 Tagen beendet.
Eine Larvenentwicklung ist außerhalb der Getreidekörner nicht möglich.
Vorkommen und Bedeutung
Der Reiskäfer ist in den Tropen und Subtropen als der übelste Schädling an
Getreide bekannt. Er ist über die ganze Welt verbreitet und kann auch in unseren
Breiten erhebliche Schäden anrichten.
Schäden werden an Reis, Erbsen, Cashewnüssen, Buchweizen, Baumwollsamen und an
Getreideprodukten angerichtet. Erwachsene Käfer fressen auch Mehl, Dauergebäck,
Weißbrot und Tabak.
Es ist heute nicht ungewöhnlich, dass er auch im
Küchenschrank auftaucht. Die Brutstätte ist meist eine Tüte mit Reis.
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